Erster unabhängiger Test des fieldbeevon Inagro entwickelten

Im November 2017 führte das belgische Inagro Research Center den ersten unabhängigen Test von FieldBee Inagro durch und unterstützt Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe in den Bereichen Innovation und Nachhaltigkeit. Lesen Sie ihren Bericht über das FieldBee Navigationssystem unten. (Originalartikel ist hier zu finden).

Ein alternatives GPS-System ist vielversprechend für einfache Anwendungen.

Viele Landwirte sehen Potenzial in der Verwendung von RTK-GPS, aber sie sind wegen der hohen Kosten und der unsicheren Renditen abgeschaltet. Anfang November kam eFarmer, ein niederländisches Start-up-Unternehmen, zum Biobauernhof Inagro, um sein alternatives FieldBee System vorzustellen und es mit einem kommerziellen RTK-GPS-System zu vergleichen.

GPS-System

GPS verwendet Satelliten in Kombination mit Korrektursignalen von Referenz stationen. Diese Referenz stationen können von der FLEPOS Netzwerk, das für jedermann frei zugänglich ist (in Belgien) oder von einem Händlernetz aus. Die genaue Position dieser Referenz stationen ist bekannt und sie senden ein Korrektursignal an den GPS-Empfänger am Traktor oder an der Maschine. Wenn diese RTK-Korrekturen (Real Time Kinematic) verwendet werden, können genaue Korrekturen innerhalb von 3 cm vorgenommen werden, und diese Genauigkeit kann auch über die Zeit wiederholt werden.

Dies ist wichtig für die Herstellung gerader Strecken, die Vermeidung von Überschneidungen zwischen den Arbeitsgängen, die Arbeit mit festen Strecken und das Hacken. Klassische RTK-GPS-Systeme bestehen aus einer Antenne für den Empfang des Satelliten- und Korrektursignals, einem Gyroskop zur Korrektur der Steigung, einem Terminal und einem integrierten hydraulischen Lenkmodul.

Je nach Ausführung und Traktor kosten die Gesamtkosten 15.000 bis 20.000 Euro für das gesamte System. Einsteigermodelle für die GPS-Steuerung ohne RTK-Korrektur sind viel billiger, aber in der Regel nur bis 20 cm genau. Sie reichen zum Sprühen und Ausbringen von Düngemitteln aus und können durch Vermeidung von Überschneidungen zu Einsparungen von bis zu 10% führen.

Die (ein Satellitenempfänger) ist auf dem Dach des Traktors installiert und verbindet sich drahtlos mit einer App auf dem Smartphone oder Tablett des Benutzers. Das RTK-Korrektursignal wird aus dem FLEPOS-Netzwerk übernommen.

Die Kosten für dieses System betragen eine jährliche Abonnementgebühr von 118 € für die Anwendung und einen einmaligen Kauf des FieldBee GPS-Empfängers zum Preis von 648 €. Darüber hinaus muss der Nutzer mobiles Internet auf seinem Smartphone oder Tablett haben, um die Verbindung mit FLEPOS herzustellen (normaler Verbrauch geschätzt 300 bis 500 Mb pro Monat). Im Vergleich zu klassischen Einstiegsmodellen für die GPS-Steuerung sind diese Kosten deutlich geringer. Der fieldbeeStill hat keinen Autopiloten. Es muss manuell in die Richtung gesteuert werden, in die die FieldBee App wird auf dem Bildschirm des Smartphones oder Tabletts angezeigt. Es kann jedoch aufgerüstet werden auf Automatische Lenkung.

Bewertung

Die fieldbeeAntenne wird einfach mit einem Magneten auf dem Dach des Traktors platziert. Die Software ist benutzerfreundlich und einfach auf einem Tablett oder Smartphone zu installieren. Für die Installation ist keine zusätzliche Verkabelung erforderlich. Zu Beginn des Tests benötigte das System einige Minuten, um die RTK-Präzision zu erreichen. eFarmer zeigt an, dass die Abdeckung der FLEPOS-Antennen nicht überall perfekt ist. Wenn sich die nächste Antenne in einiger Entfernung befindet, kann es einige Zeit dauern, bis sich das System stabilisiert hat.

Sobald sich das System stabilisiert hat, konnte während des Tests eine durchschnittliche Genauigkeit von bis zu 5 cm ohne zusätzliche Korrektur beibehalten werden. Die gleichen Wege wurden mehrmals befahren. Wir sahen eine durchschnittliche Genauigkeit von 4 cm bei einer Standardabweichung von 2 cm und einer maximalen Abweichung von 10 cm. Bei Bedarf kann eine zusätzliche Genauigkeit (0-4 cm) durch den Einsatz einer Basisstation erreicht werden (Kosten 1100 €). Diese feste Station verstärkt die Korrektursignale und sendet sie an den Empfänger am Traktor.

Bei Bedarf kann eine zusätzliche Genauigkeit (0-4 cm) durch die Verwendung eines Basisstation (Kosten €1198). Diese feste Station verstärkt die Korrektursignale und sendet sie an den Empfänger am Traktor.

Möglichkeiten und Grenzen

Das System ist sicherlich für grobe GPS-Arbeiten (z.B. Bodenbearbeitung, Düngerausbringung, Grundstücksaufteilung, etc.) geeignet und stellt eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Einstiegsmodellen dar. Denken Sie daran, dass Sie Ihr Smartphone oder Tablett immer im Traktor haben müssen. Das System sollte auch kleinere Unternehmen ansprechen, die an Betten arbeiten und jetzt „auf der Schiene“ fahren.

Da sich Ungenauigkeiten nicht ansammeln, sollte das System die Betten bei der vorbereitenden Feldarbeit ausreichend halten. Für Präzisionsarbeiten (z.B. Geradeausfahrt, Hacken, feste Gleise usw.) ist die fieldbeeGenauigkeit vorerst noch unzureichend, aber eine zusätzliche Basisstation könnte diesem Zweck dienen.

Ein Nachteil des Systems ist die fehlende Neigungskompensation, so dass es bei stark geneigten Parzellen oder bei hohen Geschwindigkeiten im unwegsamen Gelände zu Ungenauigkeiten kommen kann. Auch eine Verbindung mit automatischen Lenkeinheiten am Traktor oder an Maschinen, mit Abschnittssteuerung oder mit Maschinen, die eine variable Dosierung ermöglichen, ist noch nicht möglich. eFarmer plant, diese Anwendungen in Zukunft zu entwickeln. Kurzfristig bleiben die traditionellen RTK-GPS-Systeme für diese Anwendungen ein Muss.

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