Das Portfolio von FieldBee wächst 2026 stärker zusammen. Das Unternehmen verbindet Spurführung, Anbaugerätesteuerung und Betriebsmanagement und bereitet zugleich die nächste Entwicklungsphase für 2027 vor.
Die Einführung von myFieldBee ist ein wichtiger Schritt in der diesjährigen Entwicklung von FieldBee. Gemeinsam mit PowerSteer, PowerSteer Ready und Jaltest ISOBUS gibt die Lösung dem wachsenden Portfolio eine gemeinsame Richtung: die Maschine auf dem Feld mit den dazugehörigen Plänen, Aufgaben und Aufzeichnungen zu verbinden.
In diesem Sommer stellten FieldBee und xFarm Technologies ihre Zusammenarbeit an myFieldBee vor und zeigten, wie Spurführung und Betriebsmanagement ineinandergreifen können. Das Ergebnis baut auf dem etablierten Angebot an automatischen Lenksystemen von FieldBee auf und erweitert dessen Einsatzmöglichkeiten auf weitere Bereiche des landwirtschaftlichen Betriebs.
Das breitere Portfolio eröffnet neue Möglichkeiten für die Präzisionslandwirtschaft: von der Nutzung der werkseitig integrierten Lenkfunktionen eines kompatiblen Traktors über die Steuerung eines Anbaugeräts bis hin zur Übernahme der Felddaten in die Betriebsdokumentation.

PowerSteer wird kontinuierlich weiterentwickelt
Mit dem Ausbau des Portfolios geht auch die Weiterentwicklung der Hard- und Software von PowerSteer voran. Der integrierte RTK-Empfänger mit Lenkcontroller, das motorisierte PowerWheel und die Android-Navigations-App bilden weiterhin die Grundlage für die automatische Lenkung. Darauf aufbauend wurden der Funktionsumfang und das ergänzende Zubehör erweitert.
Ein praktisches Beispiel ist das Control Switch Panel. Über physische Tasten können Fahrer die automatische Lenkung aktivieren, AB-Linien anlegen und Spurlinien anpassen, ohne dafür den Tablet-Bildschirm bedienen zu müssen. Das Bedienpanel ist Teil der umfassenderen Bemühungen, präzise Spurführung im Arbeitsalltag einfacher nutzbar zu machen.
Mit aufeinanderfolgenden Updates erhielt die FieldBee Navigation App Funktionen für das Vorgewende und automatische Wendemanöver, die Erstellung von Spurlinien anhand von Feldgrenzen, die Anzeige von Applikationskarten sowie Unterstützung für wendbare Anbaugeräte. Verbesserungen bei der Datensynchronisierung erleichtern außerdem die Verwaltung der Informationen zu den Feldeinsätzen. Zusammen erweitern diese Neuerungen den Nutzen des Systems über das Fahren entlang einer geraden Linie hinaus.
PowerSteer kommt auch während der Ernte zum Einsatz. Die Unterstützung kompatibler Mähdrescher erschließt die automatische Spurführung für einen weiteren anspruchsvollen Arbeitsbereich. Sie hilft Fahrern, gleichmäßige Fahrspuren einzuhalten und an langen Arbeitstagen weniger Lenkkorrekturen vornehmen zu müssen.

PowerSteer Ready erweitert die Möglichkeiten für vorhandene Traktoren
PowerSteer Ready ist ein weiterer wichtiger Baustein dieser Erweiterung. Über den CAN-Bus verbindet es die FieldBee-Spurführung mit der werkseitig verbauten Lenktechnik kompatibler Traktoren, die für automatische Lenksysteme vorbereitet sind. So wird automatische Lenkung möglich, ohne das Lenkrad durch ein PowerWheel zu ersetzen oder einen zusätzlichen hydraulischen Lenksatz einzubauen.
Landwirte erhalten damit eine Wahlmöglichkeit, die sich an ihrem vorhandenen Maschinenpark orientiert. Für einen Traktor, der mit einem elektrischen Lenkradantrieb nachgerüstet werden muss, eignet sich PowerSteer. Ein unterstützter Traktor mit werkseitiger Lenkvorbereitung kann PowerSteer Ready nutzen. Beide Varianten integrieren die Maschine in die FieldBee-Spurführungsumgebung.
Die Kompatibilität auf weitere Marken und Modelle auszuweiten, bleibt Teil der Entwicklungsstrategie von FieldBee. Für Betriebe mit einem gemischten Maschinenpark ist das besonders relevant: Der Einstieg in die Präzisionslandwirtschaft sollte zu den technischen Möglichkeiten und zur Ausstattung des jeweiligen Traktors passen. Die Prüfung der Kompatibilität des konkreten Modells bleibt deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Systemauswahl.

ISOBUS verbindet Spurführung und Anbaugerätesteuerung
Jaltest ISOBUS erweitert das Portfolio um die Steuerung der Geräte, die die eigentliche Ausbringung übernehmen. Neben der Führung des Traktors auf seiner geplanten Spur können Landwirte kompatible ISOBUS-Anbaugeräte über ein Android-Terminal überwachen und steuern.
Je nach Anbaugerät und freigeschalteten Funktionen unterstützt das System die automatische Teilbreitenschaltung und die variable Ausbringung anhand von Applikationskarten. Bei einer kompatiblen Feldspritze, Sämaschine oder einem Düngerstreuer wird die präzise Spurführung so mit der Steuerung verbunden, wo und in welcher Menge Betriebsmittel ausgebracht werden.
Mit Implement Section Display bietet das Portfolio auch einen einfacheren Einstieg. Diese Softwarefunktion zeigt visuell an, wann Teilbreiten des Anbaugeräts ein- oder ausgeschaltet werden sollten. Das Schalten übernimmt der Fahrer selbst. Damit erhalten Landwirte eine weitere Möglichkeit, die Ausbringgenauigkeit zu verbessern, während sie ihre Ausstattung für die Präzisionslandwirtschaft schrittweise ausbauen.
Zusammen erweitern diese Optionen den praktischen Einsatzbereich von FieldBee: den Traktor führen, die Bedienung des Anbaugeräts unterstützen und über myFieldBee die ausgeführten Feldarbeiten mit dem Betriebsmanagement verbinden.

myFieldBee verbindet Planung, Feldarbeit und Berichterstellung
Eine der deutlichsten Entwicklungen im Jahr 2026 ist die Einführung von myFieldBee als verbindendes Element des Portfolios. Es vereint die FieldBee-Lösungen für Navigation und automatische Lenkung, Jaltest ISOBUS und FieldBee Farm, das gemeinsam mit xFarm Technologies entwickelte Farmmanagement-Informationssystem.
Der Nutzen dieser Verbindung wird deutlich, wenn man eine Aufgabe durch den Betrieb begleitet. Die Planung beginnt in FieldBee Farm, wo der Landwirt eine Tätigkeit organisieren und einem Feld zuweisen kann. Bei aktivierter Maschinensynchronisierung lässt sich die Aufgabe an die vernetzte Maschine senden und vom Fahrer in FieldBee Navigation auswählen.
Die Spurführung unterstützt anschließend die Arbeit auf dem Feld, während eine kompatible ISOBUS-Ausstattung die Steuerung des Anbaugeräts ermöglicht. Die aufgezeichneten Maschinendaten fließen zur Auswertung und Berichterstellung zurück in FieldBee Farm. So lässt sich die ursprüngliche Planung mit der tatsächlich ausgeführten Arbeit verknüpfen.
Dadurch verändert sich das Zusammenspiel der einzelnen Produkte. Ein Spurführungssystem wird Teil eines umfassenderen Arbeitsablaufs, der auch Vorbereitung, Koordination und Dokumentation unterstützt. Landwirte können mit den Funktionen beginnen, die sie benötigen: FieldBee Farm lässt sich eigenständig nutzen. Die Maschinensynchronisierung ist für eine vernetzte Nutzung im Rahmen eines Abonnements verfügbar.
Zeit sparen und Ressourcen effizienter nutzen
Der Nutzen dieses vernetzten Ansatzes liegt darin, die tägliche Arbeit zu erleichtern und Ressourcen effizienter einzusetzen. Automatische Lenkung reduziert die Notwendigkeit ständiger Lenkkorrekturen und entlastet den Fahrer an langen Arbeitstagen. In Verbindung mit einer kompatiblen Anbaugerätesteuerung kann sie dazu beitragen, Überlappungen und den unnötigen Einsatz von Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln zu verringern. Die Verknüpfung der Feldarbeit mit der Betriebsdokumentation reduziert außerdem die manuelle Dateneingabe und erleichtert die Nachverfolgung, was wann und wo erledigt wurde. Mit Lösungen für vorhandene Maschinen und der Möglichkeit, Funktionen nach und nach hinzuzufügen, können Landwirte ihre Effizienz in einem Tempo steigern, das zu ihren Anforderungen und ihrem Budget passt.

Die Saison 2026 unterstreicht die Bedeutung einer praxisnahen Einführung
Die Gespräche mit Landwirten in diesem Jahr haben bestätigt, warum diese Verbindungen wichtig sind. Auf Agrarmessen, Technologieveranstaltungen und Treffen landwirtschaftlicher Gemeinschaften stieß das FieldBee-Team auf großes Interesse an Verbesserungen, die mit überschaubaren Investitionen, einfacher Installation und verlässlichem Support einen konkreten Nutzen bieten. Benutzerfreundlichkeit war dabei ein immer wiederkehrendes Anliegen.
Diese Gespräche spiegeln das Ziel des breiteren Portfolios wider. Landwirte benötigen einen praktikablen Weg von der heute vorhandenen Technik zu den Funktionen, die sie als Nächstes nutzen möchten. Die Kombination aus nachrüstbaren Lenksystemen, Unterstützung für Traktoren mit werkseitiger Lenkvorbereitung, Anbaugerätesteuerung und Betriebsmanagement eröffnet ihnen mehr Möglichkeiten für diesen nächsten Schritt.
Ausblick auf 2027
Die nächste Entwicklungsphase wird auf dieser Grundlage aufbauen. Für 2027 sieht FieldBee die weitere Entwicklung von PowerSteer sowie die Arbeit an einer neuen Plattform auf Basis von Bildverarbeitungstechnologien vor.
Bildverarbeitung spielte bereits bei den Aktivitäten des Unternehmens in diesem Jahr eine Rolle. Auf der EDZ ICT 2026 in Kroatien stellte FieldBee seine Bildverarbeitungstechnologien vor und beschäftigte sich damit, wie auf dem Feld erfasste Informationen in Entscheidungen und konkrete Maßnahmen überführt werden können. Diese Entwicklungsrichtung ergänzt das entstehende vernetzte Ökosystem um eine weitere Dimension.
Für FieldBee bedeutet „mehr als automatische Lenkung“, die Verbindungen zwischen Spurführung, Anbaugeräten und Betriebsinformationen zu stärken. Die Entwicklungen im Jahr 2026 zeigen, wie dieses umfassendere Angebot zusammenwächst. Weitere Schritte folgen 2027.
